Quick-Notes - Octomore Masterclass_08.2 - 167 ppm

Der zweite im Bunde, die Edition 08.2 trägt den Beinamen 'European Oak'. Sechs Jahre lang reifte der Whisky jeweils in 2nd-Fill-Fässern, die zuvor französischen Sauternes- und Mourvèdre-Wein bzw. österreichischen Süßwein enthielten. Anschließend wurden diese vermählt und weitere zwei Jahre in italienischen Amarone-Fässern verfeinert. In den Informations-Broschüren wird es als ACE (=Additional Cask Enhancement; zusätzliche Verfeinerung durch den Einsatz weiterer Fasstypen) bezeichnet.
Diese Abfüllung ist für den Duty-Free-Markt vorgesehen.

 

58,4 % vol. - 8 Jahre - Mourvèdre, Sauternes, Süßwein, Amarone - 36000 Flaschen – nicht gefärbt, nicht kühl gefiltert

 

 

Farbe: Kupfer.

 

Aroma: Deutliche, allerdings weiche Rauchnoten mit maritimem Einschlag (und das, obwohl ich das Glas noch nicht an der Nase hatte). Rote Trauben, Malz, ein klein wenig Asche. Verhaltener Speck und Backpflaumen. Mit einem Mal kommen Brombeeren und Himbeeren. Eine Spur Schwefel ist auch da. Mit etwas Wasser riecht man Cappuccino und der Rauch wird schwächer.

 

Geschmack: Kräftiger, dunkelfruchtiger Antritt mit einer gewissen Schärfe. Diese verfliegt recht schnell und macht der Süße und einer leichten Würze Platz. Rosinen, dunkle Schokolade und Minze. Mit Wasser wird er cremiger, schokoladiger und malziger.

 

Abgang: Lang, süß und... schau an, da ist der Rauch wieder.

 

Fazit: 'The dark side of the Masterclass'. Viele warme, dunkle Aromen und voll im Mund. Die Eindrücke von Auge, Nase und Mund sind im Einklang.

 

 

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Quick-Notes - Octomore Masterclass_08.1 - 167 ppm

Im Mittelalter diente die Maßeinheit 'Octomore' (großes Achtel) zur Bemessung von Ackerland. Heute ist der Begriff in der Whiskywelt mit außerordentlichen und stark getorften Whiskys verbunden, die teilweise schon Kultcharakter haben.
Da der Name 'Octomore' auf der Zahl 8 basiert, war die achte Ausgabe der Edition Grund genug für den Head Distiller, Adam Hannett, eine Masterclass aus 4 Whiskys zusammenzustellen, mit der er den Genießern die Möglichkeit geben will, die enorme Bandbreite an Aromen, Tiefe und Intensität zu entdecken. Die Whiskys sind, bis auf eine Ausnahme, 8 Jahre gereift. Drei der vier Ausgaben dieser Masterclass werde ich in den nächsten Ausgaben der Quick-Notes verkosten.

Die Edition 08.1 trägt den Beinamen 'American Oak'. Sie reifte in First Fill American Oak Fässern. Ex-Buffalo-Trace, -Clermont-Springs (Jim Beam), -Four-Roses, -Heaven-Hill und -Jack-Daniels-Fässer. Es wurde jeweils getrennt in den Fässern gereift und zum Schluß vermählt.

 

59,3 % vol. - 8 Jahre - First Fill American Oak Casks - 42000 Flaschen – nicht gefärbt, nicht kühl gefiltert

 

Farbe: Gold.

 

Aroma: Honigsüße Vanille. Gut eingebundene, angenehme Rauchnoten. Maritime und dann doch leicht phenolische Aromen. Frische Zitrusnoten von Zitronen und Mandarinen. Vollmilchschokolade kommt dazu. Ein sehr harmonisches Gesamtaroma.

 

Geschmack: Kräftige Meeresbrise, ordentlich gepfeffert, und abgebranntes Holz. Hier hat er doch mehr Kanten, als in der Nase. Die Süße und die Vanille kommen durch. Dazu darf's auch etwas Kaffee sein.

 

Abgang: Lang. Wärmend mit einer rauchigen Süße.

 

Fazit: Rund und harmonisch in der Nase, etwas mehr Charakter im Mund. Wieder eher süß als rauchig. Wieder sehr gelungen.

 

 

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Quick-Notes - Compass Box Hedonism

Diesmal kein Blended Malt, sondern ein Blended Grain. Auch als Teilnehmer meines nächsten Tastings gedacht. In diesem Blended Grain sind Whiskys von Cameronbridge und Port Dundas enthalten. Die Rezeptur wird von Compass Box folgendermaßen angegeben: 66% - First Fill American Standard Barrel - Cameron Bridge 32% - First Fill American Standard Barrel - Port Dundas 2% - Rejuvenated Hogshead – Port Dundas Für den Hedonism hat Compass Box einen speziellen Laser-Aufdruck auf dem Backlabel entwickelt, welcher die Batchnummer, Datum und Uhrzeit wiedergibt. Laut Etikett erwartet einen eine ordentliche Vanillebombe. 43 % Vol. - Blended Grain – First Fill ASB, re-juvenated Hogshead – nicht gefärbt, nicht kühlgefiltert

 

Farbe: Gold.

 

Aroma: Als erstes habe ich einen leicht muffigen Kleberduft in der Nase. Nach einer Weile kommt dann die versprochene Vanille Eine kräftige Süße, die mich an Agave-Dicksaft erinnert, kandierte Mandeln und Äpfel.

 

Geschmack: Kräftiges Karamell und viel Vanille. Dazu würzige Eiche. Es gesellt sich eine dezente Chili-Schärfe dazu. Sehr cremiges Mundgefühl. Man könnte ihn fast als Creme Caramel mit einer Mousse aus Bitterschokolade auf das Dessertmenü nehmen.

 

Abgang: Recht lang. Süße, Schärfe und Würze sind recht nachhaltig. Die Würze bleibt am Längsten. 

 

Fazit: Den kann man wirklich genießen. Man muss ihm allerdings Zeit lassen. Dann zeigt er sein volles Repertoire und die anfänglichen Bourbon- und Rye-Anklänge treten in den Hintergrund.

 

 

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