Bloggertreffen bei Schraml - The Stonewood Distillery

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Nachdem wir mit unserer Whisky-Blogger-Community beim letzten Mal auf der schwäbischen Alb zu Besuch waren, waren wir dieses Mal nach Bayern, genauer gesagt nach Erbendorf in der nördlichen Oberpfalz, eingeladen. Gastgeber war die Brennerei Schraml - The Stonewood Distillery. 

Für mich bedeutete das einen Weg von etwa 280 km. Auch dieses Mal war ich auf der Fahrt nicht alleine. Unterwegs habe ich Felix aka Felix' Whisky Blog eingeladen. Nach nicht ganz 3 Stunden Fahrt sind wir dann am Hotel angekommen (einschließlich wieder eines kleinen Umwegs durch eine verpasste Ausfahrt wegen zu viel 'talking about whisky'). Nach und nach versammelten sich alle geladenen Blogger. Es waren auch einige neue Gesichter dabei. Nachdem sich alle eingefunden hatten, ging es zu Fuß zu Brennerei Schraml.

Dort wurden wir von Gregor Schraml und Michael Lackner empfangen. Bei Cocktail und Schnittchen führte uns Gregor in die Geschichte der Brennerei ein. In dem Familienbetrieb wird seit 1818 Korn gebrannt und seit 1954 auch Whisky. Damit ist sie wohl die älteste Whisky-Brennerei in Deutschland. Aktuell wird die Brennerei in der 6. Generation betrieben und noch immer wird alles selbst gemacht - von der Rohstoffauswahl über das Vergären und Destillieren bis hin zum Abfüllen. Den Namen 'Stonewood' bekam der Whisky allerdings erst 2004.

Nach dieser Einführung ging es über die Straße in die Brennerei. Gearbeitet wird hier mit einem 4.300 l Maischbottich, einem 5.500 l Läuterbottich und einem 5.000 l Gärbottich ( 7 Tage Gärung). Gebrannt wird auf einer 1.200 l Wash Still und einer 300 l Spirit Still. Es handelt sich um eine Verschlussbrennerei, allerdings ist hier nichts hinter Glas. Dafür ist die Brennanlage doppelt verkleidet und alles zusätzlich verplombt. 

Die nächste Station war das Fasslager. Hier reifen die vier Standard-Whiskys der Brennerei und auch die Family Stock-Abfüllungen - Standardwhiskys, die ein langes zusätzliches Finish in besonderen Fässern erhalten.

Der traditionelle Standardwhisky ist der Stonewood 1818, der immer noch so hergestellt wird, wie zu Beginn: 10 Jahre im Limousin-Eichenfass aus Cognac-Belegung. Der zweite Whisky in der Standard-Range ist der Woaz: aus Weizen- (=Woaz) und Gerstenmalz, mit Weißbierhefe vergoren und7 Jahre in amerikanischer Weißeiche gelagert. Der Dritte im Bund ist der Drà (=Drei): zu 100 % aus Gerstenmalz, 5 Jahre in amerikanischer Weißeiche gelagert, zum ersten Mal im Jahr 2012 destilliert. Der Letzte in der Standard-Range ist der Smokey Monk: aus Buchenrauchmalz, 3 Jahre in amerikanischer Weißeiche gelagert, ebenfalls zum ersten Mal im Jahr 2012 destilliert, als Antwort auf die Frage nach mehr Rauch in deutschen Whiskys. Wir bekamen die Family Stock Ed. 8 ins Glas, einen Drà mit mehr als 2 Jahre Finish in einem PX-Sherry-Fass.

Zum Abschluss der Führung versammelten wir uns wieder im Besucherzentrum 'Warehouse II' zu einem Tasting mit einem schönen Line-Up:

1. Drà Strong One - der Drà in Fassstärke von 48,9 % Vol.

2. Woaz 2017, abgefüllt durch 16states in Fassstärke mit 48,6 % Vol.

3. Drà Ruby Port One, Family Stock Ed. 4, 47,1 % Vol., 2 Jahre Finish im Ruby Port-Fass

4. Woaz Vermouth One, Family Stock Ed. 6, 48,4 % Vol., 2 Jahre Finish im Sherry Vermouth-Fass

5. Malts of Germany, Drà mit 8 Monaten Finish im Oloroso Sherry-Fass und 49,6 % Vol.

Der Woaz mit dem Vermouth-Finish war so gut und interessant, dass eine Flasche davon mit mir die Heimreise antreten durfte.

Es war ein schöner, interessanter und leckerer Tag bei Stonewood, für den ich mich nochmals herzlich bei Gregor Schraml und seinem Team bedanken möchte. Dank auch wieder an Jason, der das Ganze ins Rollen gebracht hat.

Ein Besuch der Brennerei vor Ort ist auf jeden Fall eine Empfehlung wert, ebenso die durchweg guten Abfüllungen. Mit dem Tasting-Set, das wir zusätzlich noch bekommen haben werde ich mich in nächster Zeit noch eingehender beschäftigen.

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